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Unser Credo

Fragen und Antworten zu unseren Grundsätzen

Was ist respekt-BIODYN ?

respekt-BIODYN ist ein Verein, dem 22 Weingüter aus Österreich, Deutschland, Italien und Ungarn angehören. Der Vereinssitz ist in Österreich. respekt-BIODYN, das bedeutet Menschen, die sich dem Ziel verschrieben haben mit biodynamischen Methoden Wein von höchster Qualität zu erzeugen.

Mit der Aufnahme der deutschen VDP-Winzer Clemens Busch, Steffen Christmann, Hansjörg Rebholz, Franz Wehrheim und Philipp Wittmann etabliert sich respekt-BIODYN neben Demeter und Biodyvin als weitere wichtige Kraft im biodynamischen Weinbau.

Wie arbeiten und denken wir ?

Mit dem größtmöglichen Respekt vor den Elementen Erde, Wasser, Luft, Licht und Feuer sowie den "Natur-Reichen" Boden, Pflanzen, Tier und Mensch. Bei maximaler Wahrung der persönlichen und beruflichen Eigenständigkeit und Souveränität.

Gleichzeitig denken wir an unsere Kinder, unsere Nachkommen und die Natur. Wir schaffen sichere Existenzen auf Basis von gesunden Lebens- und Arbeitsbedingungen und behandeln unsere Mitarbeiter verantwortungsvoll.

Wir achten und pflegen Boden, Pflanzen, Tiere und die Beziehung zu unseren Partnern und Kunden. respekt-BIODYN ist somit ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit erweitert um die Ideen und Methoden der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Wie schmecken respekt-Weine ?

respekt-Weine sind von lebendiger Stilistik bei moderatem jahrgangstypischen Alkohol, zeigen einen komplexen Körper und eine gut integrierte Säure. Sie punkten durch ihr Lagerpotenzial und ihren intensiven Herkunftscharakter. Sie sind authentisch und individualistisch.

Woran erkannt man respekt-Weine ?

Am respekt-Logo auf dem Etikett. Es steht nur Weinen zu, die nach den respekt-Richtlinien zertifiziert wurden. Diese Weine sind garantiert biodynamisch produziert und werden unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht.

Warum ist respekt-BIODYN mehr als bio und mehr als biodynamisch ?

Einerseits, weil wir uns selbst viel weitergehende und strengere Regeln auferlegen, als es die biologische Landwirtschaft verlangt. Andererseits, weil wir unsere Expertise als Winzer und Winzerinnen mit den Ideen und Methoden der Biodynamie vereinen (= ökologische Nachhaltigkeit). Und nicht zuletzt, weil wir uns zwar in der Arbeit aber nicht im Denken auf den Wein beschränken und auch unsere Familien, Mitarbeiter/innen, Partner und Kunden in unser Denken mit einbeziehen (= ökonomische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit).

Innerhalb welcher Gesetze agiert respekt-BIODYN ?

Vor allem nach den eigenen strengen Regeln, die bereits 2007 beschlossen wurden. Deren Grundlage die lokalen und nationalen Gesetze sowie die überregionalen Verordnungen der EU (Verordnung Nr. 834/2007 des Rates zur ökologisch/biologischen Produktion und Kennzeichnung von ökologisch/biologischen Erzeugnissen) sind.

Wie steht respekt-BIODYN zu Rudolf Steiner ?

Unsere Arbeit basiert auf einer zeitgemäßen Synthese der Ideen Rudolf Steiners mit der modernen Agrarökologie und den praktischen Erfahrungen im Bereich der Biodynamie der letzten Jahrzehnte.

Wie steht respekt-BIODYN zur Technik ?

Auf bestimmte zeitgemäße Techniken und Werkzeuge kann respekt biodyn nicht verzichten. Es kann niemand von uns erwarten, dass wir ohne Traktoren und pneumatische Rebscheren arbeiten. Wo es aber möglich und sinnvoll ist, versuchen wir mit Augenmaß und Hausverstand und dem jeweils sanftesten und nachhaltigsten Mittel das Auslangen zu finden.

Was ist standortgemäße Produktion ?

Einfach gesagt: "nur anpflanzen, was hin passt". Mit anderen Worten die regionalen und lokalen Bedingungen besonders zu berücksichtigen, auf Boden und Mikroklima zu achten und keine exotischen Sorten zu pflanzen, sondern immer die "richtige" bodenständige Sorte am richtigen Fleck. Dies gilt nicht nur für die Weinreben, sondern selbstverständlich für alle anderen Pflanzen, die in unseren Weingärten Biodiversität schaffen und erhalten.

Wie wird die Biodiversität gefördert ?

Sie fördert sich von selbst. Wir setzen hierbei auf die natürlichen Helfer der Landwirtschaft Würmer, Ameisen, Bienen, Schmetterlinge, Bioorganismen und so weiter. Wir fördern aber ihre Vermehrung und ihren Bestand durch unter anderem das Aufstellen von Nistkästen und Nützlingshotels, Säen von blühenden Begrünungen und die Pflege und Neupflanzung von Böschungen und Bäumen.

Wie wird die Bodenfruchtbarkeit gefördert ?

Für den Humusaufbau zur Verlebendigung des Bodens setzen wir auf die „vier Säulen des Aufbaus“: schonende Bodenpflege, angepasste Begrünung, Bodenspritzungen mit Brennnesseltee und Hornmistpräparat sowie Ausbringen von Kompost.

Wie werden die Reben gepflegt ?

Durch schonenden Rebschnitt und händische Laubarbeit ergänzt durch biodynamische Behandlungen in Abstimmung mit den Mondphasen und der jeweiligen Witterung. Zur Steigerung der Immunreaktionsfähigkeit der Pflanzen kommen Tees und Auszüge biologischer Herkunft zur Anwendung.

Welche biodynamischen Präparate werden eingesetzt ?

Die Feldspritzpräparate Hornmist und Hornkiesel. Die Kompostpräparate Brennnessel, Kamille, Schafgarbe, Löwenzahn, Eichenrinde und Baldrian. Sie wirken ausgleichend und reinigend. Die Feldspritzpräparate werden vor der Ausbringung per Hand dynamisiert: intensiv in Wasser verrührt, damit dieses zum Träger der Information wird.

Aus welchen Pflanzen werden Auszüge und Tees bereitet ?

Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Kamille, Birke, Schafgarbe, Kompost – als Heiß-, Warm- oder Kaltauszug oder gestreut.

Was tun mit Schädlingen und Krankheiten ?

Wenn Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit optimal sind, sollten keine Schädlinge und Krankheiten auftreten. Sollte es durch Wetterextreme oder andere Einflüsse und Umstände doch zu Problemen kommen, werden natürliche Mittel wie Backpulver, Tonerde, Pflanzenauszüge, Öle und Pheromone sowie in geringen Dosen Schwefel und Kupfer eingesetzt.

Wie viel Schwefel oder Kupfer erlaubt respekt-BIODYN ?

So wenig wie möglich, höchstens halb soviel, wie im Bioweinbau erlaubt ist. Wobei wir versuchen, Kupfer noch viel weiter zu minimieren. In der Praxis kommen wir mit 0,16 Gramm Kupfer pro m² und Jahr – im Durchschnitt der Jahre – aus.

Wird Reinzuchthefe eingesetzt ?

Alle nach respekt-Richtlinien produzierten Weine werden spontan vergoren. Für trockene Weiß- und Roséweine ist aber eine Zugabe von betriebseigenen Reinzuchthefen erlaubt, falls es zu Gärstockungen kommt. Dies nur, um eine zuverlässige und saubere Endgärung zu ermöglichen. Und nur bei dokumentierten Gärproblemen, die jahrgangs- und sortenbedingt auftreten können.

Wie steht respekt-BIODYN zu genveränderten Organismen ?

Negativ! Alles, was mit Genmanipulation zu tun hat, lehnen wir ohne Ausnahme ab.

Wie wird ein Weingut respekt-Mitglied ?

Jedes Mitglied hat das Recht, ein neues Mitglied vorzuschlagen. Wird dieses aufgenommen, beginnt seine "Einarbeitungsphase": Arbeitet das neue Mitglied bereits biologisch, dauert die Umstellungsphase zwei Jahre.

Bei Betrieben, die erst auf biologische Bearbeitung umstellen, dauert sie drei Jahre. In dieser Phase werden sieben parallel laufende integrierte Programme umgesetzt und dokumentiert: standortgemäße Produktion, Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenpflege, tierisches Leben, Umgang mit Begleitwuchs, Schädlingen und Krankheiten, gesamtbetriebliche Maßnahmen.

Warum ein Verein ?

Gemeinsam kann man mehr erreichen. Daher haben sich Gleichgesinnte im Verein respekt-BIODYN zusammengetan, um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu schulen und zu unterstützen. respekt-BIODYN ist keine Markengemeinschaft, sondern eine Interessensgemeinschaft, die von den Ideen Rudolf Steiners gestützt und inspiriert ist, gleichzeitig aber eigenständig und souverän in Theorie und Praxis agiert. Darüber hinaus sucht respekt-BIODYN den offenen, freundschaftlichen und fachlich professionellen Dialog mit Gleichgesinnten.

Seit wann gibt es respekt-BIODYN ?

Die ersten Schritte haben wir 2005 gesetzt, der Verein wurde 2007 gegründet. Der erste respekt-Weinjahrgang war 2009, der "offizielle Start" erfolgte auf der VieVinum im Juni 2012 mit einer Presseveranstaltung.

Wie bedeutend ist respekt-BIODYN ?

Die respekt-Weingüter bewirtschaften derzeit insgesamt rund 600 Hektar Rebfläche. respekt hält mit 550 Hektar rund 10 % der gesamten Bio-Rebfläche Österreichs. Auf Deutschland fallen knappe 100 Hektar, auf Südtirol/Italien 50 und auf Ungarn 28 Hektar. Jedes einzelne respekt-Weingut genießt hohes Ansehen in seinem Herkunftsland und in vielen internationalen Märkten.

Was unterscheidet respekt-BIODYN von Demeter ?

respekt-BIODYN ist eine rein auf den Weinbau abgestimmte biodynamische Zertifizierung. Kraft Ihrer Profession verstehen die respekt-Mitglieder so viel von Wein und Weinbau wie kaum jemand anders. Darauf beschränken wir uns auch.

Wer ist respekt-BIODYN ?

Eine aktuelle Übersicht aller respekt-Mitglieder (Stand Juni 2015) sowie Kurzportraits aller WinzerInnen finden Sie im Seitenbereich "Winzer & Weine/Unsere Mitglieder".

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